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Wochenlang wurde gebastelt

Frühlingsmarkt im Waldorf-Kindergarten.
In langer Arbeit hatten die Eltern das gebastelt, was nun zum Verkauf angeboten wurde: Frühlings-Kränze, Spielzeug und mehr wurden beim Frühlingsmarkt des Waldorf-Kindergartens präsentiert.

Bexbach. "Wir sind sehr stark mit der Natur verbunden und leben dementsprechend mit unseren Kindern im Einklang mit dem Jahresrhythmus", nennt Edeltrud Schumacher, Erzieherin im und Ansprechpartnerin für den Bexbacher Waldorf-Kindergarten, eine Besonderheit der Einrichtung. Auch der von den Eltern der Kindergartenkinder geplante, organisierte und durchgeführte Frühlingsmarkt ist Ausdruck des Lebens im Einklang mit Natur und Jahreszeiten. Dieser Tage war es wieder soweit. Zum inzwischen fünften Mal luden Eltern und Erzieher zum Frühlingsmarkt in den Bexbacher Waldorf-Kindergarten ein.



Vor allem frühlingshaft und österlich gestaltete Kränze, aber auch gefilzte Dekorationsartikel, Schmuck und Kinderspielzeug aus Filz sowie Strümpfe und andere Kleidungsstücke aus Wolle und Stoff, all das und einiges mehr haben Eltern in wochenlanger Vorarbeit für den Frühlingsmarkt angefertigt und ansprechend arrangiert zum Verkauf angeboten. "Früher war es üblich, dass sich die Eltern lediglich vorm Frühlingsmarkt und vorm Weihnachtsbasar zum gemeinsamen Basteln getroffen haben. Inzwischen haben sie sich im Kindergarten einen eigenen Bastelraum hergerichtet. Donnerstags vormittags zu den üblichen Kindergarten- beziehungsweise Schulzeiten trifft sich dort nun regelmäßig eine Gruppe von durchschnittlich etwa zehn Leuten." Neben den zum Verkauf angebotenen Bastelarbeiten, deren Erlös dem Waldorf-Kindergarten und der Freien Waldorfschule Saarpfalz Bexbach zugute kommt, hatten die Eltern auch Frühstück und Mittagessen für den Frühlingsmarkt vorbereitet. "Da herrschte ein reger Andrang", freut sich Schumacher mit den emsigen Eltern.



Dass sich die keineswegs nur für den Kindergarten engagieren, wenn ihre eigenen Mädchen und Jungen die Einrichtung besuchen, zeigt der Puppenspielkreis, der beim Frühlingsmarkt gleich drei Vorstellungen bot. "In diesem Kreis sind inzwischen sogar mehr Eltern, deren Kinder schon aus dem Kindergartenalter herausgewachsen sind. Doch so wie in dieser Gruppe bringen sich viele Eltern von Kindergarten- und Schulkindern ein", so Edeltrud Schumacher. Das Gleiche gilt für Schüler und Lehrer der Schule. So nutzten einige Mädchen und Jungen aus der Waldorfschule den Frühlingsmarkt, um Flohmarkt-Artikel zu verkaufen.



Hintergrund



Zur Zeit besuchen insgesamt 90 Kinder den an die Freie Waldorfschule Saarpfalz Bexbach angegliederten Kindergarten. Die zwischen Drei- und Sechsjährigen sind altersgemischt auf vier Gruppen verteilt. Neben der starken Naturverbundenheit werde im Kindergarten nicht nur großer Wert auf den vorgegebenen Jahresrhythmus, sondern auch auf einen geregelten Tagesrhythmus gelegt, sagte Edeltrud Schumacher, Erzieherin am und Ansprechpartnerin für den Kindergarten. Eine weitere Besonderheit der Einrichtung sei, dass es in den Gruppen kaum gekauftes Spielzeug gebe. Man beschränke sich weitestgehend auf aus Naturmaterialien selbst hergestellte Spielsachen. Puppen beispielsweise seien oft ganz einfach, teilweise nur angedeutet. "Was nicht fertig ist, muss die Fantasie des Kindes fertig machen."



Nähere Informationen erhalten Interessenten unter (06826) 3260 oder direkt in der Schule, Parkstrasse, 66450 Bexbach.



Von SZ-Mitarbeiterin Marie-Louise Derouet
Quelle: Saarbrücker Zeitung

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25. November 2007
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