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Hommage nicht nur an Rudolf Stibill
Ausstellung im Hohen Arsenal wird morgen eröffnet
Rendsburg (bk) Was haben Veit Utz Bross, Karl Ulrich Nuss und Uwe Börm gemeinsam? Sie alle sind Künstler, die eng mit dem Rendsburger und Grazer Künstler Rudolf Stibill befreundet waren. In einer Hommage mit rund 60 Werken von 20 bildenden Künstlern aus Deutschland und Österreich ehrt das Museum im Kulturzentrum Hohes Arsenal den 1995 verstorbenen Künstler. "Stibill gilt als Motor und Mentor in der Freien Waldorf-Schule Rendsburg", würdigte Museumsleiter Dr. Martin Westphal den Literaten, der in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstmals mit Lyrik an die Öffentlichkeit trat. Neun Bücher erschienen vom Grazer Künstler, der 1955 nach Rendsburg übersiedelte, hier bis zu seiner Frühpensionierung 1988 an der Waldorfschule Deutsch, Kunst- und Musikgeschichte, Latein und Architektur lehrte.
Angeregt wurde die Ausstellung mit Bronze-Skulpturen, Gemälden in Öl, Acryl, Kohle, Tusche, Aquarell und Grafiken durch die Rudolf-Stibill Gesellschaft in Deutschland und Österreich. Vor drei Jahren, erinnert sich die Witwe des Künstlers, Gisela Stibill, begannen die Arbeiten an der Schau "Bildende Künstler im Leben Rudolf Stibills". Sorgsam trug sie aus beiden Ländern die Werke zusammen – Porträts und eine Büste, Landschaften, Städteansichten und Stilleben.
Jeder Künstler ist mit seinen Werken "en bloc" vertreten, auf eine Trennung der Nationalitäten oder eine nach Entstehungsdaten sortierte Hängung sei bewusst verzichtet worden, so Museumsleiter Westphal. Im nächsten Jahr wird die Ausstellung im Diözesan-Museum in Graz gezeigt.
Heute um 14 Uhr führt Björn Engholm auf der Vernissage in die Ausstellung "Atemwaage. Länder – Städte – Menschen" ein. Musikalisch gerahmt wird der Auftakt durch Fiona Rohlffs (Violine) und Nazanin Piri-Niri (Piano).
Mit einer Lesung aus Stibills Werk auf der Finissage am 30. März um 11 Uhr endet die Ausstellung, die Dienstag bis Freitag von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr zu sehen ist.
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Kieler Nachrichten vom 01.02.2003
Quelle: Kieler Nachrichten
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