Nachrichten und Presse
Kletterbaum und Sinnespfad
Waldorfkindergarten: Kinder, Erzieherinnen und Eltern gestalten das Außengelände des Horts in Dorf-Erbach
DORF-ERBACH. Seit Februar 2002 hat der Waldorfkindergarten in Dorf-Erbach ein zehn auf 50 Meter großes Außengelände gepachtet. Nachdem Eltern, Erzieherinnen und Kindergartenkinder im März und April aus frischen Weidenzweigen einen lebendigen Zaun angelegt haben, sollen auf der neuen Spielfläche im Laufe der Zeit ein Spielhügel, Tischbeete, ein Weidentunnel und viele andere Attraktionen entstehen, schreibt die Einrichtung in einer Pressemitteilung
Zunächst wurde auf dem Papier ein Plan skizziert, in dem die Lage aller gewünschten Naturspielelemente eingetragen wurde. Nach Absprache mit Besitzern, Eltern und Erzieherinnen wurde ein Zeitplan erstellt, der grob einteilt, was wann entstehen soll. Beim Elternabend am Donnerstag wurden die Aufgaben verteilt.
Geplant sind Gemüsebeete und Obststräucher für die Kinder, ein Weidentunnel, ein Sinnespfad, ein Kletterbaum und ein Sitzkreis im Grünen unterm schattenspendenden Apfelbaum. Größter Wunsch der Kinder ist ein Spielhügel, in den, wenn genug Spenden zusammenkommen, eine Rutsche integriert werden könnte. Weitere Ideen sind eine Wasserstelle, ein Lehmofen und viele andere Dinge, die den Kindern entwicklungspsychologisch und pädagogisch sinnvolle Spiel- und Erlebnisräume eröffnen.
Zentrales Element des Gestaltungsansatzes ist die aktive Mitwirkung der Eltern, der Erzieherinnen und vor allem auch der Kinder. Dabei spielt zum einen das Schaffen eines ansprechenden Freiraums für den Kindergarten eine Rolle, zum anderen ist die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe am Entstehungsprozess dieses Freiraumes eine große Chance für die Kinder. Denn die Ausgestaltung „ihres“ Gartens liegt vor allem in den Händen der Kinder. Der Garten wird nicht ein für allemal fertig und unveränderbar gebaut, sondern er entwickelt sich stets weiter.
Die Kinder, die am Entstehen ihres Spielraumes aktiv teilhaben, aber auch jene der folgenden Kindergartengenerationen, die den Naturspielraum nutzen und weiterentwickeln, können in ihrem Freiraum eine Fülle von Fähigkeiten im kreativen, kommunikativen, motorischen oder handwerklichen Bereich einüben.
Das sich selbst Erleben im Tun stärkt die Persönlichkeit. Kreative Auseinandersetzung mit natürlichen Materialien, kommunikative Auseinandersetzung zwischen den Kindern im Spiel und bei der Gestaltung regen die Phantasie an und fördern das Sozialverhalten. Dies wiederum stärkt die Gemeinschaft, heißt es in der Mitteilung weiter.
Wenn zusammen mit den Eltern die grobe Vorarbeit erledigt ist, können die Kinder mit den Erzieherinnen zusammen aktiv tätig werden. Dies kann zum Beispiel die Feinmodellierung des Spielhügels sein, das Füllen der Tischbeete, das Einflechten ausgetriebener Weidenruten in den angelegten Weidenzaun oder die Ausgestaltung eines Sinnespfades. Zum Sommerfest im Juni soll bereits der erste Bauabschnitt eingeweiht werden.
Für das kommende Kindergartenjahr hat der Waldorfkindergarten noch Plätze frei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06062 913919. Spenden für die Rutsche sind willkommen.
Quelle: echo online
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